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Geschichtliche Grundkenntnisse für die 6. Jahrgangsstufe

 

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I. Allgemeines

Archäologie: Archäologie ist die Wissenschaft, die mithilfe von Ausgrabungen und Bodenfunden alte Kulturen erforscht.

Quellen: Quellen sind alle Zeugnisse und Überlieferungen aus der Vergangenheit. Man unterscheidet drei Quellenarten: Sachquellen (z.B. Gefäße, Werkzeuge, Waffen, Baudenkmäler usw.), Bildquellen (z.B. Fotos, Karten, Zeichnungen, Gemälde usw.) und Schriftquellen (z.B. Zeitungsartikel, Inschriften, Tagebücher, Briefe, Urkunden usw.). Hinzu kommen mündliche Überlieferungen (z.B. durch Zeitzeugen)

Anthropologen: Wissenschaftler, die sich mit der Entstehung und Entwicklung des Menschen beschäftigen

 

II. Die Stein- und Metallzeit

Altsteinzeit in Mitteleuropa: Vor ca. 1 Million Jahren lebten die Menschen ausschließlich als Jäger und Sammler. Sie lebten als Nomaden. Das sind Menschen, die keinen festen Wohnsitz haben und auf der Suche nach Nahrung ständig umherziehen.

Jungsteinzeit (ca. 10 000 bis 3000 v. Chr.): Die Menschen konnten sesshaft werden, weil sie Ackerbau und Viehzucht betrieben.

Bronzezeit in Mitteleuropa (ca. 1800 bis 800 v. Chr.): Zur Herstellung von besseren Werkzeugen, Waffen und Schmuck wurde Bronze verwendet.

Eisenzeit: Ab ca. 800 v. Chr. kannten die Menschen die Herstellung von Eisen. Sie stellten daraus Waffen, Küchengeräte und Werkzeuge her.

 

III. Ägypten – ein Beispiel für eine Hochkultur

Ägyptisches Reich: Ab ca. 3000 v. Chr. werden Ober- und Unterägypten zu einem einheitlichen Herrschaftsgebiet. Ab ca. 1100 v. Chr. zerfiel das Reich.

Hochkultur: Ein Reich in der Antike, in der eine Gemeinschaft schon sehr früh bedeutende Leistungen hervorbrachte, die bis heute nachwirken.

Kennzeichen von Hochkulturen sind:

¨       Arbeitsteilung (Die Gemeinschaft teilt ihre Arbeiten (z.B. jagen, sammeln, kochen, herstellen von Waren usw.) nach Fähigkeiten und Erfordernissen der Mitglieder auf. Dadurch entstanden immer mehr Berufe.

¨       eine Schrift

¨       große Städte mit beeindruckenden Gebäuden und Bewässerungssystemen

¨       Die Religion spielte eine wichtige Rolle im Staat

¨       Entwicklung von Wissenschaften

Beispiele für frühe Hochkulturen: Mesopotamien, China, Ägypten, Mittel- und Südamerika (Maya, Inka, Azteken)

Pharao: Titel der ägyptischen Könige. Bekannte Pharaonen waren Ramses II., Tutanchamun (1922 entdeckte Howard Carter sein nahezu ungeplündertes Grab)

Pyramiden: Grabstätten der Pharaonen (z.B. Cheops-Pyramide bei Gizeh als größte Pyramide)

Polytheismus (= Vielgötterglaube): Glaube an eine Vielzahl von Göttern / Gottheiten

Hieroglyphen: Bilderschrift der Ägypter, die seit 3200 v. Chr. entwickelt wurde. Dem Franzosen Champollion gelang es 1922 ihre Bedeutung zu entziffern. Die Ägypter schrieben vor allem auf Papyrus, dem Vorläufer des Papiers.

 

IV. Mesopotamien

¨       frühe Hochkultur (Volk der Sumerer)

¨       Gebiet zwischen den Flüssen Euphrat und Tigris, gehörte heute zu Syrien, Iran, Irak

¨       Schrift: sumerische „Keilschrift“

 

V. Israel

Israel: Bezeichnung für das von David und Salomon vereinigte Siedlungsgebiet der Hebräer.

Monotheismus: Glaube an einen Gott. Christen, Juden und Moslems glauben an einen Gott, im Gegensatz zum Mehrgottglauben der Ägypter, Römer und Griechen.

Bibel: Heilige Schrift der Juden und Christen, gegliedert in Altes und Neues Testament

Moses: Auf dem Berg Sinai wurden Moses von Gott die zehn Gebote offenbart.

Synagoge: Gebets- und Versammlungsort der jüdischen Gemeinde

Rabbiner: jüdischer Schriftgelehrter und Religionsdiener

 

VI. Griechenland

Polis: Bezeichnung für den politisch selbstständigen und wirtschaftlich unabhängigen griechischen Stadtstaat. Der Stadtstaat umfasste auch das Gebiet, das um die Stadt herum lag. Bedeutendste Stadtstaaten: Athen, Sparta

Kolonien: Als Land und Nahrung knapp wurden, wanderten viele Griechen aus und gründeten am Mittelmeer und Schwarzen Meer Kolonien (= Tochterstädte).

Theater: Neben den Tempeln zählten die Theater zu den bedeutendsten Bauten der Griechen. Es gab Tragödien (ernste Stücke) und Komödien (lustige Stücke).

Epos: Die Taten der Helden und Götter wurden in Epen (= Heldengedichte) niedergeschrieben. Ein berühmter Autor war Homer (Odyssee).

Olympische Spiele: sportliche Wettkämpfe zu Ehren des Zeus, die zum ersten Mal 776 v. Chr. und dann alle vier Jahre stattfanden. Teilnehmen durften nur freie griechische Bürger. Frauen und Nichtgriechen waren nicht zugelassen. Während der Spiele durften in ganz Griechenland keine Kriege geführt werden.

Monarchie: Alleinherrschaft eines Königs

Aristokratie: Herrschaft mehrerer Adeliger

Demokratie: Herrschaft des Volkes.

Tyrann: Alleinherrscher, der die Macht an sich gerissen hat und dessen Regierung als unrechtmäßig empfunden wurde

Perikles: bedeutendster Staatsmann Athen, unter dem Athen künstlerisch und politisch seine Glanzzeit erlebte

Alexander der Große: makedonischer Königssohn, der zwischen 334 und 323 v. Chr. ein Weltreich errichtete, das bis an den Indus (Fluss im heutigen Pakistan) reichte

 

VII. Rom

753 v. Chr.: Jedes Jahr feiern die Römer den Geburtstag ihrer Stadt, die angeblich am 21. April 753 v. Chr. gegründet wurde.

Römische Republik: (lat. res publica = die öffentliche Sache): Nach der Vertreibung der etruskischen Könige gründeten die Adeligen Roms eine Republik (ca. 500 v. Chr), in der ein Teil des Volkes die Macht ausübte.

Patrizier: der römische Adel, Nachkommen der ältesten römischen Familien

Plebejer: freie Bauern, Handwerker, Händler und Kaufleute, die nicht zum römischen Adel zählten

Senat: Rat der Ältesten, eigentliches Regierungsorgan im römischen Staat

Römisches Reich: Die Römer eroberten ein Weltreich (Imperium Romanum), das in zahlreiche Provinzen eingeteilt war.

Provinz: erobertes Land unter römischer Herrschaft, das von einem Statthalter verwaltet wurde

Romanisierung

Ausbreitung der Sprache und der Lebensweise der Römer im römischen Weltreich. Dabei wurden Sprache und Brauchtum der einheimischen Bevölkerung verdrängt.

Caesar: Feldherr und Staatsmann, der das Römische Reich vergrößerte. Mit ihm endete die Römische Republik.

Augustus: eigentlicher Name Octavian, mit ihm begann die römische Kaiserzeit

Forum: Markt- und Versammlungsplatz in einer römischen Stadt

Thermen: römische Badeanstalten mit Kalt- und Warmwasserbad

Kolosseum: Hier veranstalteten die Kaiser ab 80 v. Chr. Gladiatorenkämpfe und Tierhetzen.

Limes: Grenzbefestigung der Römer mit Wällen, Gräben, Wachtürmen und Kastellen zum Schutz vor den Germanen

 

VIII. Vom Altertum zum frühen Mittelalter

Christentum: Gesamtheit der Anhänger des auf Jesus Christus zurückgehenden Glaubens

Apostel: Bezeichnung für die von Jesus zur Verkündung des Christentums ausgewählten zwölf Jünger

Bischof: in der katholischen Kirche der Nachfolger der Apostel

Papst: Oberhaupt der katholischen Kirche

Fisch: Geheimzeichen für die Zugehörigkeit zur christlichen Glaubensgemeinschaft

Teilung des Römischen Reiches: Im Jahre 395 n. Chr. zerfiel das Römische Reich in Ostrom (Hauptstadt: Konstantinopel = Byzanz) und Westrom

Völkerwanderung: Im 4./5. Jahrhundert n.Chr. verließen vor allem germanische Völker ihre Heimat und suchten neue Siedlungsgebiete.

Islam: Weltreligion, die vom Propheten Mohammed gegründet wurde, Glaube an Allah

Koran: die heilige Schrift des Islam

Moschee: Versammlungsraum und Gemeindezentrum einer muslimischen Gemeinde

Am Mittwoch, dem 16.12. 2015 fuhren alle 10. Klassen der Realschule Feuchtwangen zusammen mit den jeweiligen Geschichtslehrern zur KZ-Gedenkstätte nach Dachau. Nach der ca. zweieinhalbstündigen Busfahrt kamen wir schließlich in Dachau an. Auf dem Eingangstor stand die nicht zu übersehende Aufschrift „Arbeit macht frei“. Nach einer kurzen Wartezeit wurde uns zu Beginn des Aufenthalts eine Dokumentation über das Konzentrationslager gezeigt, welche sehr nachdenklich machte, da sie das Leid der Inhaftierten in Dachau eindrücklich zeigte. Es herrschten Zustände, die sich keiner von uns im Geringsten hätte ausmalen können. Nach Ende des Films hatten wir etwas Zeit, um uns die Ausstellung des Konzentrationslagers anzusehen, da wir von unseren jeweiligen Geschichtslehrern Arbeitsblätter mit Arbeitsaufträgen zugeteilt bekommen hatten und diese mit Hilfe der Ausstellung bearbeiten sollten. Nun wurden wir in mehrere Gruppen eingeteilt und bekamen eine Führung, bei welcher wir zunächst am Appellplatz standen und uns über den Alltag der Inhaftierten berichtet wurde, über deren Strafen, Foltermethoden und Demütigungen. Währenddessen herrschte in der Gruppe eine ziemlich bedrückte Stimmung. Wir gingen in eine Baracke, welche originalgetreu nachgebaut war und uns einen Einblick in das Leben der Gefangenen gab. Es waren sehr menschenunwürdige Verhältnisse. In den Baracken hatte man kaum Freiraum, da diese viel zu überfüllt waren und man versuchte, so viele Menschen wie möglich dort unterzubringen. Dementsprechend gab es überhaupt keine Privatsphäre. Zudem brachte uns die Führung zum Krematorium, in welchem die Leichenverbrennungen stattfanden. Diese Arbeit mussten die Juden verrichten, da sie als die „minderwertigste“ Gruppe im KZ angesehen wurde. Uns wurde ebenfalls eine Gaskammer gezeigt, die aber vermutlich nie benutzt wurde; der Grund dafür ist noch immer unklar. Nach der Führung bekamen wir Zeit, um unsere Arbeitsaufträge anhand der Ausstellung zu bearbeiten. In der Ausstellung waren unterschiedlichste Informationen zu finden, wie z.B. die Foltermethoden oder dass selbst Versuche an den Gefangen durchgeführt wurden, darunter auch medizinische, welche meistens zum Tod führten. Zum Schluss blieb uns noch etwas Zeit, um uns die verschiedenen Denkmäler und Einrichtungen des Geländes anzusehen. Alles in allem war es eine sehr interessante Besichtigung, welche nähere Einblicke lieferte und besonders zum Nachdenken anregte.

Alexander Boos, 10 c