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Am Mittwoch, dem 16.12. 2015 fuhren alle 10. Klassen der Realschule Feuchtwangen zusammen mit den jeweiligen Geschichtslehrern zur KZ-Gedenkstätte nach Dachau. Nach der ca. zweieinhalbstündigen Busfahrt kamen wir schließlich in Dachau an. Auf dem Eingangstor stand die nicht zu übersehende Aufschrift „Arbeit macht frei“. Nach einer kurzen Wartezeit wurde uns zu Beginn des Aufenthalts eine Dokumentation über das Konzentrationslager gezeigt, welche sehr nachdenklich machte, da sie das Leid der Inhaftierten in Dachau eindrücklich zeigte. Es herrschten Zustände, die sich keiner von uns im Geringsten hätte ausmalen können. Nach Ende des Films hatten wir etwas Zeit, um uns die Ausstellung des Konzentrationslagers anzusehen, da wir von unseren jeweiligen Geschichtslehrern Arbeitsblätter mit Arbeitsaufträgen zugeteilt bekommen hatten und diese mit Hilfe der Ausstellung bearbeiten sollten. Nun wurden wir in mehrere Gruppen eingeteilt und bekamen eine Führung, bei welcher wir zunächst am Appellplatz standen und uns über den Alltag der Inhaftierten berichtet wurde, über deren Strafen, Foltermethoden und Demütigungen. Währenddessen herrschte in der Gruppe eine ziemlich bedrückte Stimmung. Wir gingen in eine Baracke, welche originalgetreu nachgebaut war und uns einen Einblick in das Leben der Gefangenen gab. Es waren sehr menschenunwürdige Verhältnisse. In den Baracken hatte man kaum Freiraum, da diese viel zu überfüllt waren und man versuchte, so viele Menschen wie möglich dort unterzubringen. Dementsprechend gab es überhaupt keine Privatsphäre. Zudem brachte uns die Führung zum Krematorium, in welchem die Leichenverbrennungen stattfanden. Diese Arbeit mussten die Juden verrichten, da sie als die „minderwertigste“ Gruppe im KZ angesehen wurde. Uns wurde ebenfalls eine Gaskammer gezeigt, die aber vermutlich nie benutzt wurde; der Grund dafür ist noch immer unklar. Nach der Führung bekamen wir Zeit, um unsere Arbeitsaufträge anhand der Ausstellung zu bearbeiten. In der Ausstellung waren unterschiedlichste Informationen zu finden, wie z.B. die Foltermethoden oder dass selbst Versuche an den Gefangen durchgeführt wurden, darunter auch medizinische, welche meistens zum Tod führten. Zum Schluss blieb uns noch etwas Zeit, um uns die verschiedenen Denkmäler und Einrichtungen des Geländes anzusehen. Alles in allem war es eine sehr interessante Besichtigung, welche nähere Einblicke lieferte und besonders zum Nachdenken anregte.

Alexander Boos, 10 c