„Klicksalat“ an der JGS – Medienkompetenz für Schüler/-innen und Eltern
Wie bewegen sich Kinder und Jugendliche sicher im digitalen Raum? Welche Chancen bieten soziale Medien – und wo lauern Risiken? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigt sich das Programm „Klicksalat“, dessen Referent Jörg Kabierske seit über 25 Jahren bundesweit an Schulen unterwegs ist. Ziel der Initiative ist es, junge Menschen, Lehrkräfte und Eltern für einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien zu sensibilisieren und sie dabei zu unterstützen, Medien kompetent, kritisch und selbstbestimmt zu nutzen.
Den Auftakt bildete ein Elternvortrag am Dienstag, den 20.01.2026, an der Schule, der auch online über Zoom besucht werden konnte. Zahlreiche Eltern nutzten diese Gelegenheit, um sich fundiert über die digitale Lebenswelt ihrer Kinder zu informieren.
Herr Kabierske vermittelte den Eltern nicht nur aktuelles Wissen über verschiedenste Apps und soziale Netzwerke, sondern gab ihnen auch konkrete Tipps an die Hand, wie sie ihre Kinder im digitalen Raum begleiten können. Schnell wurde deutlich: Kommunikation ist der Schlüssel. Wer Interesse am digitalen Leben seines Kindes zeigt, Gespräche anbietet und seine Haltungen transparent macht, schafft die Grundlage für einen sicheren und reflektierten Umgang mit sozialen Medien.
Ein zentrales Thema war dabei die Funktionsweise von Social Media. Diese speichern und analysieren das jeweilige Nutzerverhalten äußerst präzise und bieten darauf basierend individualisierte Inhalte an. So entsteht leicht eine Spirale aus immer neuen Reizen, die zu stundenlangem, ziellosem Scrollen – bis hin zur Bildschirmsucht – führen kann. Die Folgen können gravierend sein: Der Rückzug aus realen sozialen Beziehungen und/oder ein verzerrtes Selbstbild, insbesondere in der sensiblen Phase der Pubertät, in der Influencerinnen und Influencer oft unrealistische Ideale vermitteln. Die Folge ist ein nachweislich erhöhtes Risiko für Depressionen.
Am darauffolgenden Mittwoch, den 21.01.2026, fanden die Schülerworkshops in der 6., 7. und 9. Jahrgangsstufe statt. Jede Altersgruppe erhielt inhaltlich angepasste Schwerpunkte, doch eines war in allen Gruppen gleich: Die Schülerinnen und Schüler waren aufmerksam, interessiert und aktiv beteiligt.
Die Vorträge wechselten geschickt zwischen humorvollen, leichten Momenten und ernsten Themen, die viele zum Nachdenken brachten. Dabei blieb es nicht beim bloßen Zuhören: Mit großem Einfühlungsvermögen stellte Herr Kabierske Fragen, die die Jugendlichen offen und ehrlich beantworteten. So entstand ein vertrauensvoller Rahmen, in dem auch sensible Themen angesprochen werden konnten.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Umgang miteinander im Netz. Der digitale Raum wird oft als Sphäre wahrgenommen, in der kaum Regeln herrschen. Herr Kabierske machte deutlich, dass Werte wie Respekt, Höflichkeit und Solidarität auch online unverzichtbar sind. Anhand der „zehn Gebote der digitalen Ethik“ zeigte er, wie verantwortungsvolles Verhalten im Internet konkret aussehen kann.
Mit seiner charmanten und zugleich ruhigen Art gelang es dem Redner, sowohl Kinder als auch Erwachsene zu erreichen. Groß und Klein konnten an diesen beiden Tagen wertvolle Impulse mitnehmen. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig Medienbildung ist und dass sie nur dann nachhaltig gelingt, wenn Schule und Elternhaus gemeinsam daran arbeiten.
Wir danken Herrn Kabierske vielmals für seinen Besuch und die interessanten sowie wichtigen Einblicke und Impulse, die er durch seine Vorträge vermittelt hat.
Ein besonderer Dank gilt ebenfalls dem Elternbeirat, dem Förderverein der JGS sowie der Sparkasse Ansbach und der VR-Bank im Südlichen Franken, deren großzügige Unterstützung die Durchführung der Vorträge erst möglich gemacht hat.









